Was bedeuteten die Begriffe Bartholomäusnacht und/oder Pariser Bluthochzeit?

Beide Begriffe stehen für das Massaker an den calvenistisch-protestantischen Hugenotten in Paris und dem übrigen Frankreich am und nach dem 24. August 1572.

Die Bezeichnung „Bartholomäusnacht“ geht vermutlich auf einen der Jünger Jesu namens Bartholomäus zurück, dessen Namenstag – ebenso wie der Beginn dieser Mordnacht – auf den 24. August datiert wird.

Und die schauerliche Wortschöpfung „Pariser Bluthochzeit“ ist auf die um dieses Datum herum angesetzte Hochzeit Margarethes – einer Tochter Katharinas de’ Medici (*1519/°1589) – mit dem Hugenotten Heinrich von Navarra (*1553/°1610 – ab 1594 König Heinrich IV. von Frankreich) zurückzuführen.

Ursprünglich als fröhliches Fest gedacht, endete die Party in einer blutigen Gewaltorgie.

Den „Startschuss“ zu diesem Gemetzel soll Katharina de’ Medici gegeben haben, die Durchführung oblag ihrem Sohn Karl IX., König von Frankreich von 1560 bis 1574.

Die Zahlen der brutal ermordeten Hugenotten werden – je nach Quelle – auf wenigstens 1000, 2000 oder sogar 3000 Opfer in Paris und mehreren Tausenden im übrigen Land geschätzt.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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