Woher stammt der Ausdruck Tantalos-Qualen?

Tantalos, Sohn des Göttervaters Zeus, lebte und herrschte in Lydien (Westanatolien/Türkei). Obwohl sterblich, also keiner der Götter aus der griechischen Mythologie, war er trotzdem bei diesen ein immer gern gesehener Gast.

Die Anerkennung, die er dadurch erfuhr, ließ ihn aber mit der Zeit übermütig und leichtsinnig werden. Er begann, gegen die Götter aufzumucken und deren Wissen und Unfehlbarkeit zu hinterfragen.

Das hätte er nicht tun sollen, denn diesen Frevel konnten die Götter nicht hinnehmen.
Sie verstießen Tantalos zu Hades, dem Herrscher über die Unterwelt. Dort stand er fortan bis in alle Ewigkeit in einem Teich, aus dem er nicht fort konnte.

Bestraft wurde er auf dreifache Weise:

  • Hatte er zum Beispiel Durst und wollte sich zum Trinken bücken, wich das Wasser vor ihm zurück.
  • Plagte ihn Hunger, hatte er keine Möglichkeit die über ihm hängenden Früchte zu erreichen. Jedes Mal, wenn er sie zu greifen versuchte, riss ein mächtiger Sturm die Äste zurück.
  • Und, als wäre das nun nicht schon Strafe genug, drohte auch noch ständig ein großer Felsbrocken auf ihn herab zufallen.

Heutzutage wird beispielhaft von Tantalosqualen gesprochen, wenn jemand sich ein wichtiges Ziel setzt, dieses aber – trotz größter Anstrengungen - kurz vor dem Einlaufen in die Zielgerade auf Grund widriger Umstände nicht erreicht.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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