Wie fanden Penelope und Odysseus schließlich doch noch zueinander?

Tja, nach Überwindung einiger Hindernisse mit tödlichem Ausgang für Penelopes faunische Belagerer!

Alles fing damit an, dass Penelope ihre Verehrer einen Pfeil durch zwölf hintereinander hängende Ringe schießen ließ. Wer das schaffe, den würde sie heiraten. Natürlich schaffte das keiner dieser Loser.

Dann macht sich Telemachos, der ja wusste, wer der Tippelbruder in Wirklichkeit war, dafür stark, dass auch sein als Vagabund verkleideter Vater sein Glück versuchen durfte.

Flugs spannte Odysseus den Bogen, schoss den Pfeil zielgenau durch die Ringe und tötete mit weiteren Pfeilen einen Bewerber nach dem anderen. Bis auf zwei, die baten um Nachsicht. Den einen erschlug Odysseus mit dem Schwert, den anderen – einen Musiker – ließ er gnädigerweise am Leben. Er hatte eben etwas übrig für Musik.

Zum Schluss dieses blutigen Wettstreits – Penelope war immer noch nicht überzeugt – sollte Odysseus das Ehebett verrücken. Nun, eine leichte Aufgabe für Odysseus.

Er wusste nämlich genau, dass das überhaupt nicht möglich war.

Denn seit Menschengedenken stand das Bett – unlösbar verbunden – auf einem Baumstumpf. Und da nur er, sozusagen als rechtmäßiger Bettgenosse, darüber Bescheid wissen konnte, erkannte auch Penelope endlich ihren nach zwanzig Jahren heimgekehrten Ehemann.

Odysseus war wieder zu Hause, seine Odyssee glücklich beendet.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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