Wofür steht der Begriff Chavín?

Für einen Indianerstamm! Wahrscheinlich kennt jedermann James Fenimore Coopers (*1789/°1851) „letzten Mohikaner“. Auch Winnetou, Karl May´s (*1842/°1912) Häuptling der Mescalero-Apachen, wird den Meisten geläufig sein. Aber die Chavín?

Ja – was denn nun?

Die Chavín waren eines der frühesten Indianervölker Mittel- und Südamerikas, vornehmlich Perus.

Wie alles anfing

Angefangen hatte alles mit ersten Besiedlungen (zum Beispiel) der heutigen Länder Brasilien, Venezuela, Ecuador, Mexiko sowie der einen oder anderen Region des Amazonasbeckens während der immens großen – und archäologisch nur unvollkommen nachvollziehbaren – Zeitspanne zwischen 30.000 und etwa 1200 v. Chr.

Chanín de Huántar

Nachweisbar dagegen ist aber eine der ersten Hochkulturen im Westen Lateinamerikas: Die so genannte Chavín-Kultur (etwa von 900/850 v. Chr. bis 200 v. Chr.), als deren Mittelpunkt die Ruinenstätte "Chavín de Huántar" im heutigen Peru angenommen wird.

Weltkulturerbe

Zwar gibt es so gut wie keinerlei schriftliche Aufzeichnungen dieser Periode, trotzdem lässt aber die 1985 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärte ehemalige Tempelanlage durchaus Rückschlüsse auf die Lebensweise der Chavín zu.

Lebensgefühl

So soll – zum Beispiel – das Volk der Maisbauern, aber auch der Architekturkunst, in seiner Einstellung zum Leben wenig kriegerisch ausgerichtet gewesen sein.

Alles Tun und Trachten der Menschen, so scheint es, lag demnach eher mehr in einer religiös-rituell geprägten Lebensgestaltung. Also ein mehr oder weniger friedlich veranlagtes Volk?! Sehr sympathisch!

Und trotzdem – oder gerade deswegen? – endete die Chevín-Kultur irgendwann um 200 v. Chr...

Autor: Manfred Zorn

 

 

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