Wer war Marie Antoinette?

Marie Antoinette (1755-1793) war die Tochter von Kaiserin Maria Theresia und Kaiser Franz I. Stephan von Lothringen. Sie entstammte also den Häusern Habsburg und Lothringen und wuchs in Wien auf.

Berühmt wurde Marie Antoinette dann aber als Ehefrau von Frankreichs König Ludwig XVI. Die beiden waren schon in ihren Jugendjahren vermählt worden, um die Bindungen zwischen Österreich/Habsburg und Frankreich zu festigen.

 

Hochmut vor dem Fall

Nachdem Marie Antoinette als kommende französische Königin aufgrund ihrer schillernden Persönlichkeit zunächst einen hohen Beliebtheitsgrad in Frankreich erlangte, kippte diese Zuneigung später immer mehr in Abneigung. Schuld daran war nicht zuletzt, dass Marie Antoinette (wie auch Ludwig XVI.) sich kaum um das arme Volk kümmerte, sondern vor allem ihrer Vergnügungssucht nachging. Auch am Hof in Versailles machte sich Marie Antoinette zunehmend Feinde.

All das wurde ihr später zum Verhängnis. Viel zu spät erkannte das Königspaar den Stimmungsumschwung im Lande und viel zu spät registrierten die beiden, dass sich Grundlegendes veränderte. Die Französische Revolution kam für Marie Antoinette auch deshalb "über Nacht", weil sie in rund 20 Jahren als Dauphine und Königin den Hof in Versailles und die umliegenden Schlösser praktisch nie verlassen hatte. Marie Antoinette starb am 16. Oktober 1793 unter der Guillotine, ohne Frankreich jemals gesehen zu haben.

Autor: Dr. Jörg Zorn

 

 

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