Hat Galileo Galilei das Fernrohr erfunden?

Nein, hat er nicht. Aber, er hat es fĂĽr seine Zwecke wirkungsvoll weiterentwickelt.

 

Die eigentliche Erfindung des Fernrohrs ist zweifelsfrei - trotz des Anspruchs von ein, zwei weiteren Niederländern auf diesen Titel - dem deutsch-holländischen Optiker Jan, Hans oder auch Johannes Lipper(s)hey (*um 1570/°1619) zuzuschreiben, der  um 1608/09 herum versuchte, sein Produkt in Frankreich, Italien und Deutschland zu vermarkten.

Allerdings hielt sich die Nachfrage in ĂĽberschaubaren Grenzen.

Es war Galileo Galilei (*1564/°1642) aus Italien, der schnell das Potenzial der „Lippersheysen“ Erfindung aus Middelburg in der Provinz Zeeland/NL erkannte und eindrucksvoll und für die Zukunft bahnbrechend weiterentwickelte.

Gegenstände aller Art lediglich nur groß und auf dem Kopf stehend zu betrachten, schien ihm nicht ausreichend genug gewesen zu sein.

Von einer zu Anfang nur 8-fachen Vergrößerung in aufrechter und seitenrichtiger Wiedergabe der zu betrachtenden Motive, gelang ihm schon bald eine 20- bis 30-fach vergrößerte Darstellung der ihn interessierenden astrologischen Objekte - Sonne, Mond und Sterne.

Mit seinen Beobachtungen bestätigte Galilei nicht nur die bereits zuvor getroffene Erkenntnis des Astronomen Nikolaus Kopernikus (*1473/°1543), dass nämlich die Sonne im Mittelpunkt der um sie kreisenden Planeten, einschließlich der sich um die eigene Achse drehenden Erde (-> „heliozentrisches/kopernikanisches Weltbild“), steht, sondern gilt heute unangefochten als bedeutendster Mathematiker und Astronom seiner Zeit sowie auch als Ideengeber/Wegbereiter des „systematischen Experiments“ in den Naturwissenschaften …

Autor: Manfred Zorn

 

 

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