Wer waren Pippin I. und II. von Aquitanien?

Die Pippins von Aquitanien sind nicht zu verwechseln mit ihren Namensvettern Pippin (I.) dem Älteren oder Pippin (II.) dem Mittleren. Pippin I. von Aquitanien (etwa geboren 797, gestorben 838) war der Sohn Kaiser Ludwigs des Frommen und Enkel Karls des Großen.

Aquitanien, wo er etwa ab 817 als König fungierte, war ihm von seinem Vater Ludwig dem Frommen zugesprochen worden. Die Provinz befand sich im Südwesten Frankreichs in der Ecke von Bordeaux.

Mit eben diesem Vater verknüpfen sich auch die wichtigsten Taten von Pippin I. von Aquitanien. In Kurzform: Er lehnte sich gegen seinen Papa, Ludwig den Frommen, auf, scheiterte und wurde verbannt (nach Trier), floh von dort, putschte erneut, setzte den König ab, und holte ihn dann später reumütig ins Amt zurück.

Pippin II. von Aquitanien

Als Pippin I. von Aquitanien 838 starb, wurde sein Sohn Pippin II. (geboren etwa 823, gestorben etwa 864) König von Aquitanien. Das war er dann bis circa 848, als Karl der Kahle ihn absetzte und 852 obendrein ins Kloster schickte. Zwei Jahre später gelang ihm zwar die Flucht (also eine fast identische Vita wie bei seinem Vater), der erneute Konflikt mit Karl dem Kahlen endete aber zum zweiten Mal mit einer Niederlage und abermals mit Klosterhaft im heutigen Nordfrankreich.

Nun war Karl der Kahle König von Aquitanien. Pippin II. starb im Kloster.

Irgendwie – alles in allem -– nicht sehr erbaulich, die Sache mit den Pippins von Aquitanien.

Autoren: Manfred Zorn & Dr. Jörg Zorn

 

 

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