Wer war Pippin der Bucklige?

Pippin der Bucklige (geboren etwa 770, gestorben 811) war der Sohn Karls des Großen aus dessen erster Ehe mit einer gewissen Himiltrud. Pippin wäre als Erstgeborener im Grunde genommen Thronanwärter gewesen, hätten nicht zwei Dinge dagegen gesprochen.

Bucklige nicht als König erwünscht

Zum einen wollten die Franken scheinbar keinen König, der durch einen Buckel körperlich beeinträchtigt war. Zum anderen wurde gemunkelt (oder aus taktischen Gründen verbreitet), Himiltrud sei weniger rechtmäßige Gattin, als mehr Konkubine gewesen. Letzteres ging gar nicht!

So wurde ihm sein Halbbruder Karlmann vorgezogen, der aus der dritten Ehe Karl des Großen mit Hildegard hervorging. Das passierte im Jahr 781, Pippin der Bucklige war zu diesem Zeitpunkt also erst 11 Jahre alt und hatte wenig Chancen, sich dagegen zu wehren. Nochmals 11 Jahre später änderte sich das und der bucklige Pippin plante zusammen mit anderen Adligen einen Umsturz, Staatsstreich würde man das heute nennen. Der ging aber schief, fast alle Verschwörer wurden hingerichtet. Pippin der Bucklige wurde verschont und landete im Kloster. Dort lebte er als Verbannter noch rund 20 Jahre.

Autoren: Manfred Zorn & Dr. Jörg Zorn

 

 

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