Welche Maßnahmen umfasste Karls des Großen „Capitulare Saxonium“?

Zuerst einmal wurde Sachsen fränkische Provinz. Sämtliche heidnischen Kulte der Sachsen wurden unter Strafandrohung bei Zuwiderhandlung verboten, das Christentum zum für jeden Sachsen verbindlichen Religion erklärt.

Sachsen konnten entsprechend dieser 785 verfassten „Rechtssatzung“ in andere Gegenden des fränkischen Reiches ausgesiedelt werden, die Gerichtsbarkeit unterlag ausschließlich fränkischen Grafen und der zehnte Teil landwirtschaftlicher oder sonstiger Erträge war an die Kirche zu entrichten. Neben einigen weiteren unangenehmen Regelungen, die – bei Verstoß gegen das Gesetz – durchaus auch mit dem Tode geahndet werden konnten, blieb als letzter Ausweg für den Delinquenten allerdings noch die Asyl bietende Kirche. Dazu war sie, die Kirche, verpflichtet.

Autor: Manfred Zorn

 

 

Google-Anzeige Google-Anzeige Google-Anzeige