Was ist unter dem „Blutgericht von Verden“ zu verstehen?

Der über Jahre währende Zermürbungskrieg gegen die „unbelehrbaren“ und aufsässigen Sachsen mit hin und herwogenden Erfolgen und Niederlagen mal der einen, mal der anderen Seite, war für Karls Truppen – Panzerreiter, leichte Kavallerie und Fußvolk – demoralisierend und für Karl selbst niederschmetternd und deprimierend.

Die von ihm favorisierte Christianisierung der Sachsen kam nicht recht voran. Noch zumal, dass es dem Widerstandshelden der Sachsen, Herzog Widukind, immer wieder gelang, die Missionare aus dem Land zu jagen und dem fränkischen Herrschaft Paroli zu bieten, verärgerte ihn maßlos. Im Jahr 782 hatte Karl schließlich die Nase endgültig voll. In Verden an der Aller entschloss er sich zu einem Strafgericht, bei dem er – was aber heute als nicht sicher gilt – 4500 sächsische Aufständische auf unübersehbar blutige Art hinrichten ließ.

Autor: Manfred Zorn

 

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