Warum galt Tassilo III. als Verräter?

Tassilo III. hatte 757 das Land Bayern von Pippin dem Jüngeren, dem Vater Karls des Großen, als Lehen erhalten. Damit war er nicht nur lehenspflichtig, sondern im Falle kriegerischer Auseinandersetzungen auch verpflichtet, seinen militärischen Beitrag zu leisten.

Das allerdings hatte Tassilo 763 anlässlich Karls Feldzug gegen die Aquitanier verweigert.

Fortan galt Tassilo als Abtrünniger, Opportunist und Verräter.

Dass er 781 in Worms seinen Treueid gegenüber Karl dem Großen ein zweites Mal leistete, hat dann auch nichts genutzt. Nach wiederholten Aufsässigkeiten seitens Tassilo, hatte Karl die Nase voll. Schnurstracks  verbannte er Tassilo 788 ins Kloster.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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