Wer waren eigentlich die Langobarden?

Die Langobarden waren ein germanischer Volksstamm. Etwa um die Zeit von Christi Geburt herum verließen sie Südskandinavien und siedelten an der mittleren Elbe, in der Gegend um Lüneburg.

Im 5. Jahrhundert wechselten sie nach Ungarn und Niederösterreich, im 6. Jahrhundert machten sie sich auf den Weg Richtung Balkan, fielen in des byzantinische Reich ein und drangen schließlich 568 bis nach Oberitalien vor.

Was wollten die Langobarden in Oberitalien?

Sie suchten einen geeigneten Platz, um ein eigenes Königreich zu gründen. Den fanden sie in der Lombardei. Hauptstadt und Krönungsort ihrer Könige wurde Pavia.

Aber das allein  schien ihnen nicht genug zu sein. Also nutzten sie während des 7. und 8. Jahrhunderts jede passende Gelegenheit, um auch noch die verbliebenen byzantinischen Ländereien in ihren Besitz zu bringen. Bis zu ihrer Zerschlagung 774 durch Karl den Großen beherrschten sie weite Teile Mittel- und Süditaliens.

Mit wem gerieten die Langobarden in Konflikt?

Die fortwährenden Machtansprüche und Angriffe auf die noch nicht von den Langobarden eingenommenen byzantinischen Restgebiete Italiens führten zu ständigen Konflikten mit den jeweils amtierenden Päpsten.

Wer rief die Franken gegen die Langobarden zur Hilfe?

Das war Gregor III. – Papst von 731 bis 741. Als die Langobarden unter ihrem König Liutprand um 740 herum das Herzogtum von Rom und Neapel attackierten, bat Papst Gregor III. den fränkischen Hausmeier Karl Martell um Hilfe.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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