War der 3. Kreuzzug (1189-1192) erfolgreich?

Nicht wirklich! Im Jahr 1187 hatte der unerschrockene muslimisch-seldschukische Sultan von Ägypten und Syrien, Saladin (*1138/°1193), Jerusalem zurückerobert. Das ging nun gar nicht! Jetzt war es Papst Gregor VIII. (*etwa 1105?/°1187), der zum 3. Kreuzzug aufrief.

Aber bereits kurz nach seiner Wahl im Oktober 1187 bekam Gregor unerklärliches Fieber, an dem er im Dezember d.J. starb. Übergangslos wurde daraufhin die PR für den Kreuzzug von Papst Clemens III. (*??/°1191) übernommen. Und prompt fanden sich so illustre Teilnehmer wie der Staufer Friedrich I. Barbarossa, Philipp II. von Frankreich (*1165/°1223) und der König von England, Richard I. „Löwenherz“ (*1157/°1199) bereit, den Muslimen zu zeigen, wo der Hammer hängt.

 

Barbarossas Tod im Fluss

Aber erstens kam es zweitens anders, als man drittens denkt:

Friedrich I. Barbarossa ertrank, nach zwei erfolgreich geführten Schlachten, im Juni 1190 im Fluss Saleph, der heute Göksu heißt und in Anatolien/Türkei fließt – ob durch einen Sturz vom Pferd oder aber durch Hitzschlag? Man weiß es nicht genau. Jedenfalls kehrten seine Truppen zurück in die Heimat, während Philipp und Richard zwar die Stadt Akkon (-> Galiäa/Israel) erobern konnten, ihnen die Einnahme Jerusalems aber misslang. Was ihnen allerdings anzurechnen ist, war ein mit Sultan Saladin abgeschlossener Vertrag (-> ähnlich einem „Transitabkommen“), der es den Pilgern ermöglichte, weiterhin die heiligen Stätten besuchen zu können. Na, immerhin …

Autor: Manfred Zorn

 

 

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