Um was ging es im 4. Kreuzzug (1202-1204)?

Ja, um was eigentlich? Im Jahr 1198 rief Innozenz III. (*etwa 1160/°1216; Papst von 1198 bis 1216) zum 4. Kreuzzug auf, der allerdings nicht nach Jerusalem, sondern dieses Mal nach Ägypten führte.

Inzwischen war die ohnehin fragwürdige Idee der Kreuzzüge weitestgehend pervertiert. Das Streben nach Geld und/oder Gold, verbunden mit daraus folgenden Plünderungen und Totschlag auf Teufel komm heraus, hatte die ursprünglich religiösen Motive ad absurdum geführt. Als das überwiegend aus französischen und venezianischen Söldnern zusammengesetzte Kreuzzugsheer auf dem Weg ins Heilige Land, 1201 die Stadt Zara (-> Zadar/Südkroatien) und 1204 Konstantinopel (-> Istanbul/Türkei) niederwalzte, hatte Innozenz III. zuvor in später Einsicht zwar noch versucht, der Sache Einhalt zu gebieten, konnte aber nichts mehr beschicken. Bedauerlich, denn die Zerstörung Konstantinopels, der Bastion gegen die Osmanen, führte in der Folge – so heißt es allenthalben – letztlich zur endgültigen Spaltung der katholischen und orthodoxen Glaubensgemeinschaften. Soviel zum 4. Kreuzzug …

Autor: Manfred Zorn

 

 

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