Wie kam Heinrich I. zu Lothringen?

Um Lothringen wurde permanent gestritten. Sowohl West- als auch Ostfranken beanspruchten das Gebiet abwechselnd für sich. Heinrich I. machte es ganz anders.

1. Schritt

Er verzichtete im Freundschaftsvertrag von 921 mit dem westfränkischen König Karl dem Einfältigen (*879 bis °929) großmütig auf Lothringen, wofür er sich allerdings im Gegenzug von Karl als König des Ostfrankenreichs anerkennen ließ.

2. Schritt

Die günstige Gelegenheit für Heinrich I. in Lothringen einzumarschieren, kam dann im Jahre 923.

Ein gewisser Herzog Robert von Franzien hatte sich zum Gegenkönig Karls des Einfältigen erhoben, was der selbstverständlich nicht durchgehen lassen konnte. Doch dann ging alles ganz schnell.

Robert wurde im Kampf getötet, Rudolf von Burgund an seine Stelle gesetzt und Karl der Einfältige gefangen genommen.

Diese Situation ausnutzend, unternahm jetzt Heinrich I. diverse Feldzüge gegen Lothringen – bis 925 Giselbert, wichtigster Herzog von Lothringen (*etwa 890 bis °939), die Faxen dicke hatte.

3. Schritt

Giselbert erkannte Heinrichs I. Herrschaft an, heiratete dessen Tochter Gerberga und Lothringen wurde auf diesem Wege zum fünften Herzogtum des Ostfrankenreichs.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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