Was veranlasste Heinrich II., sich mit den Polen anzulegen?

Weil die Ostgrenze sozusagen die Achillessehne des Reiches war.
Unzufriedenheit mit sowie gelebter Aufruhr gegen die führende Rolle und Dominanz des fränkischen Anrainers, hatte sich schon seit Jahren in der Gegend zwischen Elbe und Oder breitgemacht.

Nach dem Tod Ottos III., der sich als Freund und Protegé des polnischen Herzogs Boleslaw (*967 bis °1025) verstanden hatte, nutzte der gute Mann nun den Machtwechsel zu Heinrich II., annektierte Teile des östlichen Reichsgebietes und trug sich mit der Absicht, ein alle Westslawen umfassendes Reich zu gründen.

Das konnte Heinrich II. sich verständlicherweise nicht bieten lassen.
In drei großen und mehreren kleinen Feldzügen ging er gegen Boleslaw vor.

Die kriegerischen Auseinandersetzungen dauerten, mit Unterbrechungen, von 1004 bis 1017/18.

Zwar gewann Heinrich die eine oder andere Schlacht, erreichte 1013

  • einen in Merseburg geschlossenen – von Boleslaw allerdings nicht gehaltenen – „Zwischenfrieden“,
  • schloss ein Bündnis mit dem russischen Großfürsten Jaroslaw von Kiew, um Polen strategisch sozusagen in die Zange zu nehmen (was aber auch nicht so recht gelang),

konnte aber diesen Jahre dauernden Krieg letztlich doch nicht eindeutig für sich entscheiden.

Endlich, die Initiative dazu soll von Boleslaw ausgegangen sein, kam es 1018 zum Frieden von Bautzen.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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