Waren Heinrich II. und Kunigunde von Luxemburg ein glückliches Paar?

Der Überlieferung zur Folge – ja, durchaus!
Beide waren nicht nur sehr gebildet, sondern ergänzten sich auch aufs Trefflichste in ihrer Frömmigkeit.

Geheiratet wurde, so wird berichtet, um das Jahr 1000 herum. Da war Heinrich II. (*972/°1024) etwa siebenundzwanzig, Kunigunde von Luxemburg (*um 980/°1033) zwanzig Jahre alt.

Als so genannte Morgengabe, erhielt Kunigunde am Tag nach der Hochzeit die Burg Bamberg samt Marktgemeinde zum Geschenk.
Glaubt man den aus der Zeit erhaltenen Urkunden, lassen Sätze wie zum Beispiel: „… vielgeliebte Gemahlin und Mitregentin …“ oder auch „… der verehrten Hausfrau und Kaiserin, die wir zwei sind in einem Fleisch …“ , fraglos den Schluss zu, dass die Beiden in jeder Beziehung ein Herz und eine Seele waren.

Darüber, warum die Ehe dennoch kinderlos blieb, lässt sich im Grunde nur spekulieren. Aber, wem nutzen Spekulationen? Nach inzwischen über eintausend Jahren?

Wie auch immer! Die heute anzunehmende lebenslange gegenseitige Zuneigung, fand dann folgerichtig in der Beisetzung im 1513 von Tilman Riemenschneider vollendeten Sarkophag im Bamberger Dom ihren Abschluss.

Dort haben beide, Heinrich und Kunigunde, schließlich und endlich –so heißt es – ihre letzte Ruhestätte gefunden.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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