Warum blieb Otto I. sechs Jahre in Italien?

Ja, warum eigentlich?

 

Nun, der Aufenthalt Kaiser Ottos I. (des Großen) in Italien von 966 bis 972, war zum einen der Wiederherstellung seiner Autorität durch die drastische Bestrafung oppositioneller römischer Adeliger sowie zum anderen der Festigung des Papsttums und der Absicht, Italien zu einer gesicherten Komponente seines Reiches zu machen, gewidmet.

Darüber hinaus – so scheint es – wollte Otto den Anspruch auf Anerkennung seiner kaiserlichen Stellung durch den Kaiser des Oströmischen Reiches (Byzanz) durchsetzten, wobei er sich allerdings im Süden Italiens – neben diplomatischer Bemühungen – auch auf blutige und zahllose Opfer fordernde Auseinandersetzungen einlassen musste.

Es half aber alles nichts.

Kaiser Nikephoros II. Phokas (*912 bis °969) war zwar bereit, Otto als „König der Deutschen und Langobarden“ anzuerkennen, keinesfalls aber als zweiten „Kaiser der Römer“.

Sich so zu nennen, war schlieĂźlich nur ihm, Nikephoros, Kaiser von Byzanz, vorbehalten.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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