Warum wurde Otto III. als „Mirabilia mundi“ bezeichnet?

Der Begriff „Mirabilia mundi“ (-> „Wunder der Welt“; „Weltwunder“) wurde Otto III. von Zeitgenossen bereits zu Lebzeiten angeheftet.

 

Äußerliches

Im Gegensatz zu rötlichen Haaren und Teint neigenden beiden vorherigen Ottos (dem I. und II.), sollen beim Dritten die Genen der byzantinischen Mutter Theophano durchgeschlagen haben.
Otto III. wird als schlank, dunkelhaarig und gut aussehend beschrieben.

 

Geistiges

Verbürgt soll sein, dass er – außer der Muttersprache „Deutsch“ – auch des Lateinischen und Griechischen mächtig war. Otto war beschlagen in Mathematik, hatte Freude an philosophischen Fragen, setzte sich mit Literatur, Malerei, Architektur sowie Musik auseinander und verstand es, seinen Gesprächspartnern rhetorisch auf Augenhöhe zu begegnen.
Neben der Förderung seiner musischen und geistigen Begabung, wurden Spiel, Sport und Jagd in seiner Erziehung selbstverständlich nicht vernachlässigt. Früh konnte Otto III. reiten und war mit dem Waffenhandwerk vertraut.

 

Alles in allem

Otto III. galt als, wenn man so will, ausgesprochen talentiertes Kind – als  schulischer Überflieger sozusagen – und folglich später als hoch gebildeter Kaiser.
Dass er bei all diesen Vorzügen nicht als arroganter Klugschwätzer rüber kam, zeichnete ihn aus.
Ein toller Typ, ein "Mirabilia mundi", eben ...

Autor: Manfred Zorn

 

 

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