Wie hat Heinrich III. das päpstliche Durcheinander gelöst?

Ursprünglich hatte alles damit begonnen, dass Benedikt IX. (*1012 od. 1021??/°1055) von seinen adeligen Gegnern aus Rom vertrieben und durch den "Interimspapst" Silvester III. (Papst 1045/1046??) ersetzt wurde.

 

Papstgeschacher

Dann aber kehrte Benedikt unerwartet zurück, vertrieb seinerseits Silvester, gab aber kurz darauf – möglicherweise in der Erkenntnis, sich eh nicht auf dem Stuhl Petri halten zu können – sein Amt gegen ein saftiges Entgelt an Papst Gregor VI. (ebenfalls Papst im Zeitraum 1045/1046) ab.
Das war der Zeitpunkt, zu dem Heinrich III. (*1017/°1056) ins Bild kommt.

Heinrich erschien mit seinen Truppen, zuerst in Pavia, dann in Sutri und Rom.

 

Tabula rasa

In Pavia ließ er den

  • Kauf und Verkauf kirchlicher Pfründe mit einem Bann belegen;
  • auf den Synoden in Sutri und Rom zwang er Silvester III. (der den Quellen nach ohnehin nur wenige Wochen auf dem Heiligen Stuhl gesessen haben soll) zum endgültigen Verzicht,
  • setzte Benedikt IX. kurzerhand ab,
  • schickte den der Simonie bezichtigten Papst Gregor VI. in die Verbannung und machte den
  • Bamberger Bischof Suidger zu Papst Clemens II. (*1005/°1047) –

von dem er sich im Dezember 1046 in der Kirche Santa Maria unter großem Pomp und Gloria die Kaiserkrone aufsetzen ließ.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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