Was führte zum Krieg Heinrichs III. gegen Ungarn?

Nun, die Mächtigen Ungarns sägten am Stuhl des ungeliebten Königs Peter Orseolo (*1008/°1046) und zwangen ihn schließlich zur Flucht ins Reich.
In der Folge sahen sich die immer noch gefürchteten Reiterscharen der Magyaren veranlasst, die Grenzgebiete mit Brandschatzung, Mord, Totschlag und Raub zu überziehen.
Dem musste dringend Einhalt geboten werden.

Also stellte sich Heinrich III. (*1017/°1056) im Jahr 1044 mit seinem Heer

  • den marodierenden Horden entgegen,
  • besiegte sie,
  • zwang den Ungarn wieder den verhassten Peter auf und dehnte die Reichsgrenze
  • bis zu den Flüssen March (-> Grenzfluss zwischen Tschechien, Slowakei, Österreich) und
  • Leitha (-> teilweise Grenzfluss zwischen Niederösterreich und Burgenland) aus.

Obwohl nun Heinrich die Ungarn zur Treue auf das „römisch-deutsche Reich“ verpflichtete, kam es trotzdem 1051 und 1052 zu zwei weiteren Feldzügen ohne befriedigendes Ergebnis.
Es schien, dass die von den Ungarn angestrebte nationale Unabhängigkeit nicht mehr zu bremsen war.

Und richtig – 1058 kam es tatsächlich zu einer rechtsverbindlichen Selbstständigkeit Ungarns.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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