Wie ging Heinrich V. mit dem päpstlichen Bann um?

Im Grunde ziemlich locker, er war ja daran gewöhnt.
Und doch, da war was.
Die Reichsfürsten begannen, gegen ihn zu stänkern. Sie hatten die Faxen dicke, mochten sich nicht mehr mit Heinrichs Streitereien um das Recht der Investitur identifizieren und fühlten sich ohnehin von Heinrich mies behandelt.

Partiell kam es zu kriegerischen Auseinandersetzungen, die für den Kaiser nicht günstig verliefen.
Aber, obwohl Heinrich im Reich zunehmend an Ansehen und Einfluss verlor, machte er sich im Frühjahr 1116 ein zweites Mal auf den Weg nach Italien.

Es galt, das ihm überraschenderweise von der Markgräfin Mathilde von Tuszien zugedachte Erbe zu sichern.

Pikanterweise ging es da exakt um eine Gegend Norditaliens, wo Heinrichs Vater vor etlichen Jahren Papst Gregor VII. (-> Papst von 1073 bis 1085) um Wiederaufnahme in die christliche Gemeinschaft gebeten hatte: Die Burg Canossa.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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