Wie hielt es Konrad II. mit dem Klerus?

Konrad II. (*um 990/°1039), der weder für

  • Papst Johannes XIX., der sich den Heiligen Stuhl von seiner Familie hatte kaufen lassen und von 1024 bis 1032 das Pontifikat innerhatte,

noch für dessen Nachfolger

  • Papst Benedikt IX. (*ggf. 1012? oder auch 1021?/°um 1055), der den Annalen zur Folge bereits als Zehn- oder Zwölfjähriger in das Amt gehievt worden sein und sich im späteren Verlauf seiner Zeit als Papst (-> mit Unterbrechungen war er dreimal in dieser Funktion tätig) als ein liederlicher, halbseidener und korrupter Zeitgenosse entpuppt haben soll (-> was aber nicht wirklich eindeutig bewiesen ist; Daten und Meinungen darüber gehen - wie so oft - weit auseinander)

partout keine Achtung und/oder gar Zuneigung empfand, verhielt sich gegenüber dem Klerus in erster Linie unnachgiebig, mitleidlos und beinhart.

Konrad, aller Wahrscheinlichkeit nach wenig fromm, schien es egal gewesen zu sein, wessen Geistes Kind die kirchlichen Würdenträger waren.

Ob tüchtig, klug, gebildet oder auch nicht – entscheidend für ihn war lediglich, dass sie in sein politisches Konzept passten und sich ausschließlich ihm gegenüber verpflichtet fühlten.

Hatte Konrad Zweifel an der Loyalität dieser Kirchenmänner, zögerte er nicht, sie nach Belieben abzusetzen, einzusetzen und/oder einzusperren.

Autor: Manfred Zorn

 

 

Google-Anzeige Google-Anzeige Google-Anzeige