Wer oder was waren eigentlich die Salier?

Die Salier (die sich allerdings selbst nie so bezeichnet haben) waren ein fränkisches Adelsgeschlecht, das – so wird vermutet – aus einer etwa vom siebten bis neunten Jahrhundert in Süditalien herrschenden Familie (den so genannten Widonen -> auch Guidonen oder Lambertiner) stammte, sich dann aber zunehmend in unterschiedliche Seitenlinien teilte.

Eine dieser Linien etablierte sich im Laufe des 10. Jahrhunderts in der Gegend um Worms und Speyer, und erreichte ihre frühe Bedeutung unter Konrad dem Roten, der durch Heirat einer gewissen Liutgard zum Schwiegersohn Ottos des Großen wurde. Dann, knappe siebzig Jahre später (1024), „gründete“ Konrad II. (*um 990/°1039) – Nachfolger des sächsischen Ottonen Heinrichs II. – das Königshaus der Salier, das dann für ein gutes Jahrhundert über das Heilige Römische Reich herrschte.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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