Was war eigentlich ausschlaggebend für Barbarossas Wahl zum König?

Nun, der bereits jahrzehntelang andauernde Zoff zwischen den miteinander zwar verwandten – aber nichts desto Trotz in gegenseitiger Feindschaft einmütig verbundenen – Familien der Staufer und Welfen, begann inzwischen auch die Pfründe der sowohl geistlichen, als auch weltlichen Fürsten im Land in Gefahr zu bringen.

Also, so scheinen sie gedacht zu haben, wer wäre für eine Schlichtung des Streites besser geeignet, wenn nicht Friedrich I. Barbarossa.

Immerhin kamen dessen Mutter, Judith von Bayern (*etwa 1107/°1131), sein Onkel, Welf VI. (*1115/°1191) sowie sein Cousin Heinrich der Löwe (*etwa 1129-1132?/°1195) aus dem Hause der Welfen.

Und Barbarossa handelte. Klug und diplomatisch.

Heinrich der Löwe erhielt das Herzogtum Bayern; Welf VI. konnte sich unter anderen über das Herzogtum Spoleto (-> Umbrien/Italien) sowie die Markgrafschaft Tuscien (-> Toskana/Italien) freuen.
Damit war erst einmal Ruhe im Verwandtschaftsstadel.

Die Fürsten waren zufrieden, Friedrich wurde im März 1152 in Frankfurt zum König gewählt und fünf Tage darauf in Aachen vom Erzbischof Arnold von Köln gesalbt und gekrönt.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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