War Friedrichs II. Kreuzzug nun der Fünfte, oder doch der Sechste?

Das ist eine Sache des Standpunktes. Die einen sagen, es sei der Fünfte (-> von 1228 bis 1229) gewesen. Allerdings aber nur dann, wenn man der Darstellungsweise folgt, wonach Friedrichs Kreuzzug als Fortsetzung des sogenannten Kreuzzuges von Damiette (von 1217 bis 1221) gesehen wird.

Betrachtet man dagegen beide Kreuzzüge separat, dann handele es sich – so die anderslautende Meinung – bei Friedrichs Unternehmung, na klar, um die sechste! Aktion zur Eroberung Jerusalems und damit verbunden, idealistisch gedacht, um die Befreiung der „Heiligen Stätten“ aus den Händen der Muslime.

Wie auch immer!

Friedrich II., der immerhin gute dreizehn Jahre gebraucht hatte, um seine gegenüber dem „Heiligen Stuhl“ bereits 1215 gegebene Zusage – nämlich „das Kreuz zu nehmen“ – in die Tat umzusetzen, trat nun, im Frühjahr/Sommer 1228, endlich seinen lange Zeit aufgeschobenen Kreuzzug an. Und das, obwohl Papst Gregor IX. unerbittlich an dem von ihm über Friedrich verhängten Kirchenbann festhielt.

Autor: Manfred Zorn

 

 

 

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