Friedrich II. von Hohenstaufen und seine Ehefrauen – wie war das?

Das Verhältnis zu seinen Ehefrauen war mehr oder minder politisch bestimmt, das heißt, ausschlaggebend waren Mitgift in Form von zu erwartenden Erbschaften, Titeln, Grund und Boden. Ein Zugewinn von Macht und Einfluss eben. Darüber hinaus genügte es, wenn sie, die Ehefrauen, dem König und Kaiser Kinder zwecks legitimer Nachfolge gebaren.

Im Sinne politischer Mitwirkung seiner Gattinnen, ist lediglich von Konstanze von Aragonien (-> span.: „Aragón) bekannt, dass sie – anlässlich Friedrichs vierjähriger Abwesenheit von Sizilien (1212-1216) – die Regentschaft über das Königreich ausübte. Im Jahr 1216 folgte Konstanze ihrem Mann nach Deutschland, blieb mit ihm und dem Knaben Heinrich (VII.) weitere vier Jahre im Norden, wurde 1220 in Rom von Papst Honorius III. ,gemeinsam mit Friedrich, zur Kaiserin gekrönt, verstarb 1222 in Catania/Sizilien und wurde in Palermo beigesetzt. Konstanze von Aragonien war die einzige von Friedrichs Ehefrauen, die es zur Kaiserin gebracht hatte.

Während Isabella II. von Brienne zwar bereits von Haus aus Königin von Jerusalem war, aber nie Königin von Sizilien gewesen ist, wurde Isabella (Plantagenét) von England offiziell weder zur Königin, noch zur Kaiserin gekrönt. Beide Isabellas wurden von der Politik fern, dafür aber – sozusagen – in ihnen als Quartier zugewiesenen Festungen „gehalten“. Eventuelle Besucher fanden nur mit Friedrichs ausdrücklicher Zustimmung Zugang zum „goldenen Käfig“. Alles in allem kann gefolgert werden, dass Friedrichs leidenschaftsloses und ungerührtes Verhalten seinen Angetrauten gegenüber, nicht unbedingt der „feinen englischen Art“ entsprach. Noch zumal, wenn man seine zahlreichen nebenher, gleichzeitig und zwischendurch stattgefundenen Outdoor-Streifzüge durch fremde Betten in die Betrachtung mit einbezieht. Aber, mal ehrlich, ginge und geht uns das eigentlich was an? So what …?

Autor: Manfred Zorn

 

 

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