Heinrich VI. – was war das für ein Typ?

Heinrich VI. gilt in der Geschichtswissenschaft zwar als Politiker mit scharfem Verstand, muss aber gleichzeitig ein ausgewiesener Unsympath gewesen sein. Er hatte nichts von der Größe seines Vaters, Friedrich I. Barbarossa. Weder charakterlich, noch von Statur.

Im Gegensatz zu seinem Vater, soll Heinrich nämlich nur mittelgroß, klapperdürr, bleichgesichtig und – sinnbildlich ausgedrückt – schwach auf den Beinen gewesen sein. Auch, das Waffenhandwerk zu erlernen, war nicht sein Ding. Heinrich V. war also keineswegs das, was man einen Heroen nennt. Zumindest nicht körperlich.

Aber, wie gesagt, schlau soll er gewesen sein, rabiat, gewissenlos und maßlos in der Durchsetzung seiner Ziele – ein Zyniker, Sadist und Pedant und darüber hinaus taktlos, missvergnügt und zugeknöpft. Er schien nicht wirklich gemocht zu werden, dafür aber gefürchtet. Wen wundert´s, bei diesen negativen Eigenschaften.

Und doch, man glaubt es nicht, hat er in seiner Jugend Liebesgedichte/Minnelieder geschrieben, die anerkanntermaßen von hoher dichterischen Qualität gewesen sein sollen.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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