Wer profitierte am meisten vom Tod Heinrich VI.?

Nun, Heinrichs Ehegespons, die hinterbliebene Witwe Konstanze von Sizilien, brach alle Kontakte zu Deutschland ab, verzichtete auf ihren Anspruch der Krone, setzte sich vehement für ihren dreijährigen Sohn, Friedrich, ein, ließ ihn im Mai 1198 zum König von Sizilien krönen und stellte ihn unter die Vormundschaft Papst Innozenz´ III.

Der wiederum nutzte das Dahinscheiden Heinrichs VI. umgehend, um seinen – und damit den kirchlichen – Machtbereich territorial zu festigen, was ihm auch gelang. Aufgrund der dem Papst zustehenden Lehenshoheit ohnehin schon gefühlter Herrscher über Sizilien, wurde Innozenz III. durch die Vormundschaft quasi auch Regent des Stauferreiches – was einem gewissen Markward von Annweiler absolut nicht gefiel.

Dem ehemals und immer noch, treu und ergeben hinter Heinrich VI. stehenden Markward, seit 1195  Herzog von Ravenna, gelang es tatsächlich, Sizilien noch einmal für die Staufer zurückzuerobern. Für die ihm verbliebenen – von 1198/99 bis zu seinem Tod 1202 – übte er anschließend sogar die Regentschaft über Sizilien aus.

Aber, das war lediglich ein Interimszustand. Nach Markwards Ableben, hatten die Staufer – abgesehen vom späteren Friedrich II. von Hohenstaufen – auf  Sizilien erst einmal so gut wie ausgespielt.

 

 

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