Woher kommt eigentlich Heinrichs Namenszusatz „der Löwe“?

Der Löwe ist das Wappentier der Welfen.
Heinrich (der Löwe) hat es von Süddeutschland nach Norddeutschland gebracht.
Der Löwe galt als Zeichen seiner Macht. Es ist daher naheliegend anzunehmen, dass Heinrich den Begriff „Löwe“ seinem Namen zugefügt hat.
Vielleicht hat es sich auch einfach so ergeben, weil Heinrich gleichsam die Persönlichkeit und Stärke eines Löwen verkörperte.

Aber, es gibt da auch noch ein, zwei Sagen.

Nach einer dieser Sagen, soll Heinrich – anlässlich schrecklicher Kampfhandlungen im Heiligen Land – von einem von ihm dabei verschonten orientalischen Fürsten als Dankeschön einen Löwen geschenkt bekommen haben.
Das Tier war dem humanen Heinrich sofort sehr zugetan, stand ihm fortan loyal zur Seite und ließ ihn nie mehr allein.

Dann traf Heinrich eines Tages auf den Teufel, der ihm flüsterte, Heinrichs Gattin, Mathilde, stünde kurz davor, jemand anderen zu ehelichen. Er, der Teufel, könne aber helfen, indem er zuerst Heinrich auf dem Rücken flugs nach Braunschweig brächte, dann – sozusagen im zweiten Schritt – könne er den Löwen nachholen.

Im Gegenzug, aber nur wenn er, der Teufel, Heinrich im zweiten Anflug schlafend vorfinden sollte, beanspruche er allerdings Heinrichs Seele.
In Sorge um den Verlust seiner geliebten Mathilde, lässt Heinrich sich auf den Handel ein. Und tatsächlich, Heinrich fallen beim Warten auf den Löwen die Augen zu.
Der aber ist schlau, bemerkt rechtzeitig Heinrichs Mattheit, beginnt fürchterlich an zu brüllen, weckt Heinrich damit rechtzeitig auf und rettet so dessen Seele.
Der Teufel geht leer aus, Mathilde bleibt bei Heinrich und „der Löwe“ ergänzt Heinrichs Namen.

In der zweiten Sage geht es um einen Greifvogel, eine Schlange und ebenfalls einen Löwen. Der wird von Heinrich vor der Schlange gerettet, ist dankbar und verlässt Heinrich nie mehr.

Nun, ja - wie auch immer.
Fakt ist, in Bronze verewigte Löwen – teils von Heinrich selbst veranlasst – findet man noch heute (unter anderem) in Braunschweig, Goslar, Lübeck, Ratzeburg und Schwerin.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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