Was wollte Heinrich VII. von Luxemburg in Italien?

Heinrich VII. (*1278/°1313) hatte mindestens zwei Gründe, um sich auf den Weg nach Italien zu machen. Zum einen wollte er dringend Kaiser werden, zum anderen hatte er vor, die seit dem Tod des Staufers Friedrichs II. (*1194/°1250) verschütt gegangenen Reichsrechte wieder herzustellen.

Im Jahr 1310 zog Heinrich daher nach Italien, überwand die ihm entgegengebrachten Widerstände, wurde 1311 in Mailand zum langobardischen König und schließlich im Frühsommer 1312 in Rom von drei Kardinälen, aber doch wenigstens im Namen des in Avignon weilenden Papstes Clemens V., zum römisch-deutschen Kaiser gekrönt.

Zwar war Heinrich VII. nun Kaiser, doch sein Anliegen, dem Kaisertum wieder Geltung und den notwenigen Einfluss zu verschaffen, konnte er nicht zu Ende bringen.
Ein Jahr nach der Kaiserkrönung, verstarb er auf dem Rückweg von Rom im August 1313 bei Siena in der Toskana an Malaria.

 

PS

Papst Clemens V., *zwischen 1250-1265/°1314, Papst ab 1305, war der, der das Pontifikat 1309 nach Avignon/Frankreich verlegt hatte.

Autor: Manfred Zorn

 

 

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