Was kritisierte Johann Hus an der Institution Kirche?

Beeinflusst von den Schriften und Reden des englischen Gelehrten John Wyclif (1330 bis 1384), wandte sich auch Johann Hus (1379 bis 1415) zu Beginn des 15. Jh. in Böhmen gegen die zunehmende Verweltlichung der Kirche und ihrer Oberen.

Das sich mehr und mehr ausbreitende lasterhafte und zügellose Leben des Klerus, die unerhörte Macht- und Besitzanhäufung sowie den Ablasshandel, konnte und wollte er nicht akzeptieren. Darüber hinaus verneinte Johann Hus konsequent den Unfehlbarkeitsanspruch der Kirche – und damit die des Papstes. Stattdessen warb er für Gewissenhaftigkeit und mündiges Verhalten gegenüber Glauben und der Institution Kirche. Die sah das naturgemäß anders, verurteilte Hus als Ketzer und ließ ihn 1415 in Konstanz auf dem Scheiterhaufen verbrennen.

 

 

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