Nutten und Huren im Mittelalter: Wie war das organisiert?

Im Grunde wie zu allen Zeiten wurde das älteste Gewerbe der Welt sowohl von der Kirche, als auch von der Gesellschaft teils scharf verurteilt, teils als „notwendiges Übel“ toleriert.

Während Prostituierte bis ins 13. Jahrhundert hinein zum „fahrenden Volk“ der Gaukler, Bettler, Händler und Heerzüge zählten, wurden mit dem Aufkommen der Städte im Spätmittelalter (-> etwa Mitte/Ende 13. bis annähernd gegen Ende des 15. Jahrhunderts) von der städtischen Obrigkeit, gelegentlich sogar von Klöstern, sogenannte „Frauenhäuser“ errichtet – wohl in der gutgemeinten Absicht, mehr Transparenz in das als unschicklich und anstößig bewertete Treiben der „gemeinen Weiber“ zu bringen. Daneben mutierte nun auch eine Vielzahl der im Volk allseits beliebten Badestuben munter zu Bordellen.

Autor: Manfred Zorn
Quelle: Geschichte; Heft 2/08 (Sailer Verlag Nürnberg)

 

 

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