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Russland: Wer gründete das russische Zarenreich?

Iwan IV., der Schreckliche (*1530/°1584).

Einstieg

Durch wen und was wurde der Zerfall der "Kiewer Rus" begünstigt?

Die Geschichte Russlands (und die der Ukraine) begann, und darin sind sich die Historiker weitestgehend einig, 988 mit der Taufe Wladimirs I./Wolodymyrs I. (*960/°1015) sowie, damit einhergehend, mit der Christianisierung der „Kiewer Rus“ – was anerkanntermaßen als Stunde null der russisch-orthodoxen Kirche gesehen wird.

Im Laufe der folgenden Jahrhunderte begannen die zahlreichen Fürstentümer der Kiewer Rus untereinander uneins zu werden. Wieder einmal ging es, wie so oft, um Macht und Vorherrschaft, also hier um die Aneignung des Kiewer Großfürstenthrons.

Hinzu kamen die unablässigen Überfälle asiatischer Steppenvölker und schließlich 1240 die absolute Einnahme der Kiewer Territorien durch die Mongolen – womit der endgültige Niedergang des Kiewer Großreiches begann.

Kraftanstrengung & Nachfolge

Letzter Anlauf

Was hat Iwan IV., der Schreckliche bewirkt?

Fjodors Vater hingegen, Iwan IV., der Schreckliche – in den Chroniken als gefährlicher Irrer, brutaler und gefühlloser Menschenquäler, Sadist und Psychopath beschrieben –

  • ließ sich 1547 in Moskau zum Zaren krönen,
  • beschnitt die Privilegien der Bojaren, also des landbesitzenden Adels zu Gunsten des sogenannten Dienstadels, einer neu geschaffenen Schicht von Landbesitzern,
  • kurbelte eine Reihe gesellschaftlicher Reformen (z. B. in der Gesetzgebung und dem Militär) an,
  • rief das erste russische Parlament ins Leben

und brachte es, ungeachtet seiner wenig einladenden Charakteristik fertig, den russischen Einflussbereich unter anderem

  • nach Süden bis zum Kaspischen Meer und nach Osten bis nach Sibirien zu erweitern.

Mit dem wahrscheinlich natürlichen, also krankheitsbedingten Dahinscheiden Iwans IV. 1584 (es existiert allerdings auch die Vermutung, Iwan sei durch Gift und/oder gar Mord ums Leben gekommen) sowie seines Sohnes Fjodors I. 1598, war die Dynastie der Rurikiden Geschichte.

Planlosigkeit

Wie wurde das Russische Reich nach den Rurikiden wieder ins Lot gebracht?

Erst einmal so gut wie gar nicht. Was folgte, war die sogenannte fünfzehnjährige „Zeit der Wirren“.

Iwans des Schrecklichen politischer Terror im Inneren und seine fatalen Feldzüge gegen Polen und Schweden hatten die Staatskasse über Gebühr strapaziert. Das Land, und mit ihm die Bauern, Leibeigenen, Kaufleute, Handwerker und selbst der Dienstadel, waren aufs Übelste verarmt. Dürren, Missernten, Hungersnot und Landflucht der bäuerlichen Gesellschaft hatten die prekäre Situation erheblich verschlimmert. Die Frustration der ewig zu kurz Gekommenen war immens. Sie bewaffneten sich, zogen marodierend durchs Land und plünderten Städte, Gehöfte und Landsitze der Reichen. Es heißt, annähernd eine Million Russen sollen ums Leben gekommen sein.  

Dieser angespannten Lage versuchten sich in den Jahren 1598 bis 1613 – gut gewollt, schlecht gekonnt – eine Handvoll Großfürsten/Zaren dubioser Herkunft und ebensolcher Machenschaften anzunehmen.

Aber lediglich der erste aus der Fünferriege der "Übergangszaren", gilt, so ist nachzulesen, der Bojare

  • Boris Godunow (*1552/°1605) aus dem Stand des Dienstadels,

als der Befähigtste.

Vorhaben & Neuausrichtung

Quellen:

  • "Zaren, Popen und Bojaren" (Das farbige LIFE Bildsachbuch/rororo)
  • "Die Herrschaft der Zaren" (Hrsg.: Uwe Klussmann, Dietmar Pieper/Goldmann – Spiegel Buchverlag)
  • "Eine Geschichte Russlands" (Orlando Figes/Klett-Cotta)
  • "Iwan der Schreckliche" (Reinhold Neumann-Hoditz/rororo – Rowohlt Taschenbuch)
  • "Die Romanows: Aufstieg und Fall der russischen Zaren" (Albert Stähli/Hrsg.: Frankfurter Allgemeine Buch)
  • "Ukraine – Einblicke in den neuen Osten Europas" (Viktor Timtschenko/Ch. Links Verlag, Berlin)
  • "Asterix und die Normannen" (R. Goscinny, A. Uderzo/Ehapa Verlag)
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